Das Gescheckte Bergschaf

In den Zuchten der braunen und weißen Bergschafe kamen in Vergangenheit schon immer gescheckte Tiere hervor, die als rasseuntypisch behandelt und von der Zucht ausgeschlossen wurden. Das Gescheckte Bergschaf (auch Buntes Bergschaf genannt) wird in Deutschland jedoch seit 1975 gezielt gezüchtet und wurde 1990 in Niedersachsen als eigenständige Schafrasse offiziell anerkannt und ins Herdbuch aufgenommen. Die Rasse wird von der Zentralen Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland als kritisch gefährdet eingestuft. Der Bestand befand sich im Jahr 2006 lediglich in den Bundesländern Niedersachsen mit 107 Muttertieren und Nordrhein-Westfalen mit 34 Muttertieren. Bundesweit existierten im Jahr 2006 nur 8 Vatertiere im Herdbuch (Quelle: Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V.).

Geschecktes Bergschaf
vom Steinhof

Da die Schafrasse – wie die Bergschafrassen im Allgemeinen – nicht zur Verfettung neigt, ist auch das dunklere, sehr schmackhafte Fleisch älterer Tiere gut zu verwenden. Die Farbpalette der „Schecken“ reicht von grau-blau und cognac-farbig über verschiedene Brauntöne bis schwarz. Ein wichtiges Merkmal ist die hohe Fruchtbarkeit von 170 bis 250 %.